Haus Dr. Günther
1958–60

Bismarckallee 32–36, 14193 Berlin-Grunewald
Auftraggeberin: Frau Dr. Günther

Im Œuvre von Fehling+Gogel wird dieses Gebäude entweder als Dreifamilienhaus, als Haus Bismarckallee oder als Haus Dr. Günther bezeichnet. Das Gebäude war ein Projekt für Frau Dr. Günther, deren Wohnhaus zusätzlich zwei Einliegerwohnungen beherbergen sollte.

Bauzeitlicher Zustand

Daniel Gogel kümmerte sich um Entwurf und Ausführung allein. Offiziell gilt Haus Dr. Günther jedoch als Bau des Büros Fehling, Gogel, Pfankuch. Im ursprünglichen Zustand des Wohnbaus zeigen sich gewisse Gestaltungselemente, die sich Gogel zuordnen lassen und sich von anderen – eher für Fehling typischen – Ansätzen des Büros unterscheiden.

Der Baukörper wirkt massiv und erdverbunden, über den Öffnungen des Obergeschosses liegen betonsichtige Fensterstürze. Ganz anders als in früheren Entwürfen dienen hier diagonale Grundrisslinien nicht zum Abmildern der Scharfkantigkeit, sondern führen stattdessen zu expressiv gesteigerten Zacken.

Grundriss

Bereits kurz nach der Fertigstellung begann die Überformung von Haus Dr. Günther, sodass Gogels Entwurf heute nur noch zu erahnen ist. Aufgrund der Anbauten, neu eingeteilten Fassaden und hinzugefügten Dachbrüstungen wäre dieses Gebäude aus der Sicht eines Denkmalpflegers als Totalverlust zu bezeichnen.

Haus Dr. Günther. Zustand 2009. Foto: Gunnar Klack