Pavillon der Deutschen Glasindustrie
1956–57

Temporär, Berlin-Charlottenburg
Auftraggeber: Bundesverband Glasindustrie e.V.

Zur „Interbau“ 1957 gehörten neben den Bauten des Hansaviertels noch Ausstellungshallen mit Messeständen. Das Berliner Messegelände am Messedamm wurde unter anderem vom Verband der Glasverarbeitenden Industrie genutzt.
Für diesen Kunden entwarfen Fehling, Gogel und Pfankuch einen ungewöhnlichen Messestand. Zu Detailplanung und Bauausführung holten sich die drei Architekten erstmals Günter Ssymmank mit ins Boot.

Das Stahlskelett des Pavillons wurde mit Paneelen verschiedener Gläser bestückt, um die breite Palette von Materialvariationen darzustellen. Als Blickfang überdachten zwei große auskragende Flächen den Pavillon. Sie streckten sich schräg nach oben und außen, ihre farbigen Glasplatten waren beleuchtet.
Zusammen mit der Spiegelung auf der künstlich angelegten Wasserfläche, in der der Pavillon stand, ergab sich so ein Bild wie aus einer expressionistischen Zukunftsvision.

Vor dem Hintergrund, dass der zierliche Glaspavillon der Kölner Werkbundausstellung 1914 von Bruno Taut einem ähnlichen Zweck diente, erscheint die offene Struktur von Fehling, Gogel und Pfankuch wie eine selbstbewusste Antwort darauf. Mit Ende der „Interbau“-Veranstaltungen wurde die begehbare Skulptur abgebaut.