Städtebaulicher Ideenwettbewerb Landwehrkanal-Tiergartenviertel
1973

Entwurf, Berlin-Tiergarten/Kreuzberg
Auftraggeber: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin

Die Bundesrepublik Deutschland ließ 1972 formal den Anspruch auf Berlin als Hauptstadt fallen. Eine Reaktionen der Berliner Stadtplanung darauf war einen Ideenwettbewerbs für das Stadtgebiet Landwehrkanal-Tiergartenviertel auszuschreiben. Auch Fehling+Gogel nahmen 1973 an dem Wettbewerb teil, ohne großen Erfolg. Ihr Entwurf vermittelt zwischen Rekonstruktion der Blockbebauung und modernem Städtebau. Aus T-förmigen Zeilen setzen Fehling+Gogel offene Blöcke zusammen oder kombinieren die Module zu bandartigen Strukturen.

Wettbewerbsmodell

Charakteristisch hieran ist die kreuzweise diagonale Durchschneidung jedes Blocks. Als würden Fehling+Gogel ein um 45 Grad gedrehtes Erschließungsraster über den vorhandenen Stadtgrundriss legen, verweigert sich der Entwurf dem historischen Stadtbild. Als Kuriosum des Bebauungsplans von Fehling+Gogel ist eine geschlossene achteckige Formation hervorzuheben. Sie wirkt wie eine Spiegelung des Leipziger Platzes auf die Westseite der Berliner Mauer.

Gesamtplan